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Hier gibt es nun einige interessante "Aufklärungen" zum Thema Satanismus... Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen seine dummen Vorurteile abzulegen...
Und noch einmal für alle: ICH HABE NICHTS MIT SATANISMUS ZU TUN!!! *g* Und war es nun deutlich genug? =)

~1. Satanismus - Geschichtlicher Rückblick~

Ursprünglich verstand man unter Satanismus die Verehrung oder die Anbetung eines höheren Wesens, welches die christliche Religion als absolut böse definierte. Die Ursprünge dieser Form des Satanismus liegen im Dunkel der Geschichte verborgen; aber es darf vermutet werden, daß erst mit der Verehrung nur eines Gottes der Gedanke entstand, daß es auch eine andere Macht geben müsse; diese Macht wurde als widergöttlich und damit böse verstanden.

Mit der Ausbreitung des Christentums wurden die alten Gottheiten (Zeus, Pan, oder auch Wotan und Thor) zu Teufeln oder Dämonen erklärt, was natürlich zu einem raschen Bevölkerungsanstieg in der sog. Hölle führte. Das Mittelalter war voll von Vorstellungen von Dämonen und Teufeln, schwarzer Magie und Hexen. Im Zeitalter der Aufklärung wurde der Satan dann zum Sinnbild für die Freiheit von überkommenen, engen, kirchlichen Vorstellungen.

Die vielleicht wichtigste Person für den heutigen Satanismus wurde Aleister Crowley (1875-1947), der die sog. okkultistische Wende auslöste - doch davon später mehr.

Der moderne Satanismus wurde - wenn nicht begründet, so doch verbreitet - von Anton Szandor LaVey, der mit seiner "Satanic Bible" zu ungeahnter Berühmtheit aufstieg. Er gründete die "Church of Satan" (CoS), von der sich in den 70er Jahren der "Temple of Set" unter Aquino abspaltete. Wesentlich für die Beurteilung des neuen Satanismus ist es nun, daß es nicht mehr um die Verehrung einer höheren Wesens geht, sondern darum, selbst Gott zu werden. Früher wurde Satanismus häufig als Antithese zum Christentum verstanden; auch von dieser Abhängigkeit wollte und mußte sich der Satanismus lösen. Die Ironie an der Sache ist natürlich, daß der Satanismus damit zur Ursünde des Christentums vorgedrungen ist.

~2. Aktuelle Gruppen~

Die Szene ist inzwischen kaum noch überschaubar und seitdem über das Internet reichlich Infos zu haben sind, steigt die Zahl der selbsternannten Satanspriester und -priesterinnen. Im Allgemeinen handelt es sich jedoch um ziemlich unbedarfte Leute, die mit nächtlichen Spielereien auf Friedhöfen Eindruck schinden wollen. Diese Dinge sind für gewöhnlich nicht harmlos; denn die Leiter dieser Veranstaltungen wollen in der Regel etwas damit erreichen, und bei diesen Zielen geht es weniger um Satanismus als vielmehr um Sex oder Macht. Diese Organisationen sind in ihrer Arbeitsweise durchaus mit Sekten zu vergleichen.

Es gibt jedoch Gruppen, die sich als echte Satanisten verstehen, wenn sie in Deutschland auch spärlich gesät sind, hier sind in erster Linie Thelema und OTO zu nennen. In den USA gibt es den bereits erwähnten Temple of Set (ToS) sowie die Church of Satan (CoS), in Großbritannien ist wohl der Order of Nine Angles (ONA) zu nennen. Diese Gruppen sind absolut nicht in einen Topf zu werfen, sie verfolgen verschiedene Ziele mit unterschiedlichen Mitteln. Es gibt jedoch einige Gemeinsamkeiten:

Sie gehören zum modernen Satanismus, d. h. sie verfolgen das Ziel, selbst zu Göttern zu werden. Der Weg dorthin wird gelegentlich auch als Philosophie bezeichnet und führt selbstverständlich nur über die Mitgliedschaft in der jeweiligen Gruppe. Speziell die Werbung der amerikanischen Gruppen erinnert gelegentlich an die Mitgliedschaft in einem Pfadfinderclub, es gibt jedoch viele Berichte von Aussteigern, die eine völlig andere Sprache sprechen.

Über Thelema bzw. OTO gibt es genügend Bücher, Videos und Berichte incl. Gerichtsprotokolle und Aussteigerberichte, so daß sich jeder Interessierte selbst informieren kann. Beiden Gruppen wird gelegentlich nachgesagt, daß sie sehr unangenehm werden können; es empfiehlt sich wohl, den Wahrheitsgehalt dieser Gerüchte nicht selbst zu überprüfen - gleiches gilt für die anderen angeführten Gruppen.

~3. Gefahrenpotential~

Es erscheint relativ schwierig, eine Einschätzung des Gefahrenpotentials von satanistischen Gruppen zu geben, zumal die bestehende Vielfalt ein pauschales Urteil verbietet. Es darf aber vielleicht gesagt werden, daß dem mir keine völlig harmlose Gruppe bekannt sind, wohl aber Gruppen, deren Aktivitäten deutlich strafrechtlich relevant sind. Problematisch ist in der Regel weniger die Mitgliedschaft an sich als vielmehr die Tatbeteiligungen, die sich aus der Mitgliedschaft ergeben. Ein sehr erfolgreiches Mittel, einem Probanden Geheimhaltung aufzuerlegen ist z. B. folgende Methode: Im Rahmen eines Aufnahmerituals wird der Proband zu einer Straftat genötigt. Die Tat wird dokumentiert und kann bei Bedarf als Druckmittel eingesetzt werden. Ein Schritt zur persönlichen "Gottwerdung" besteht notwendigerweise darin, andere Menschen als minderwertig bzw. völlig irrelevant anzusehen - eine Sichtweise, die zunächst erlernt werden muß und gern anhand kleinerer Tests 'geprüft' wird. Weiterhin benötigt der "zukünftige Gott" natürlich völlige Selbstbeherrschung und darf sich von nichts erschrecken lassen - wieder eine Gelegenheit zu diversen Quälereien. Dann gibt es noch einen großen Führer (unter welchem Titel er auch immer agiert), dem absoluter Gehorsam geschuldet wird - natürlich ein Widerspruch zu Gottwerdung, denn hier gibt es nur einen Gott, und das ist dann der große Führer, für den sich diese Rolle dann auch lohnt.

~4. Elite und Macht~

Satanistische Gruppen treten häufig mit dem Anspruch auf, nur die besten, auserwähltesten, intelligentesten, führungsstärksten etc. Anwärter aufzunehmen. Sie stellen sich als Elite dar, der beste Weg, schwache, kranke, verantwortungslose, obrigkeitshörige Menschen für sich zu interessieren. Weiterhin versprechen sie Macht, und der Wunsch nach Macht schlummert wohl in jedem Menschen. Diese Macht soll dann mit Hilfe magischer Rituale erschlossen werden, wobei es sich dabei auch um simpelste Verhaltenspsychologie handeln kann.

~5. Satanismus und Magie~

Magie an sich ist nicht notwendigerweise satanistisch, aber Satanismus ohne Magie ist kaum denkbar. Die Magie ist sozusagen der Käse in der Mausefalle, uralte oder neu offenbarte magische Geheimnisse werden den Interessenten offeriert, es erscheint ziemlich unmöglich, ohne diese Geheimnisse ein befriedigendes Leben zu führen. Wer sich allerdings ein wenig mit Magie beschäftigt hat, kommt schnell zu dem Ergebnis, daß es sehr viel Unfug gibt und der kleine Rest letzten Endes immer auf dem Willen des Magiers basiert. Deshalb ist der Wille durchaus Thema im Satanismus; es ist aber wohl so, daß sich der Satanismus hier an die Rockzipfel der Magie hängt.

~6. Keine Panik~

Auch wenn Satanismus sehr medienwirksam ist, so ist er doch eher unbedeutend. Satanisten legen viel Wert darauf, nicht als solche erkannt zu werden, und wenn sich jemand betont "satanistisch" kleidet, gehört er wahrscheinlich nicht dazu. Anders sieht die Lage bei Gruppen aus, die sich als Satanisten ausgeben, aber nur irgendwelche kranken Sachen ausleben wollen, da kann es dann wirklich gefährlich werden. In jedem Fall gilt: Jede Bedrohung, ob satanistisch oder pseudosatanistisch, verliert ihren Schrecken, wenn sie öffentlich gemacht wird. Bei Bedarf ist es sehr sinnvoll, Familie, Freundeskreis, Schule oder auch die Polizei zu informieren. Es ist das alte Spiel: Der Mächtige hat nur solange Macht, wie sie ihm von anderen gegeben wird. Und so kann aus dem mächtigen schwarzmagischen Satanisten ganz schnell der bedauernswerte, kranke Asoziale mit der unglücklichen Kindheit werden.


Natürlich habe ich mir für diesen Text professionelle Hilfe geholt, an der Stelle möchte ich mich dafür bedanken.



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